Am Ufer der Ume

Eine Stadt erkundet man am besten, in dem man sie abläuft. Ich habe eine schöne Route in Umeå gefunden, auf der man von allem was die Stadt zu bieten hat, ein bisschen was zu sehen bekommt. Und das Schönste daran: Es geht die ganze Zeit am Wasser entlang!

Die Ume

Umeå, Kolbäcksbron, Ume älven, Sundown

Die Ume, oder eigentlich Ume älv/Umeälven entspringt an der Grenze zwischen Schweden und Norwegen. Am See Överuman. Von dort aus zieht sie in Richtung Südosten. Dabei passiert sie das Norra Storfjället Gebirge, einige Seen und die Gemeinden Storuman, Lycksele, Vindeln, Vännäs und schließlich Umeå. Nahe der Stadt mündet die Ume, nach 470 km langem Lauf, schließlich in die Ostsee. Entlang des Flusses gibt es 17 stromproduzierende Wasserkraftwerke.

Umeå

Spiegelung bunter Häuser auf dem Ume Älven in Umeå

Umeå ist die größte Stadt Norrlands, mit ständigem Bevölkerungswachstum. Spätestens seit sie 2014 gemeinsam mit Riga Kulturhauptstadt war, kennt man sie als Nordschwedens Kulturmetropole. Die Stadt liegt ostseenah, von Wald umringt am Ume Fluss.

Der Hälsans Stig

Hälsan Stig Umeå

Die Idee eines Gesundheitspfades gibt es schon lange. Den ersten gab es in Irland 1995. Seitdem gibt es sie in vielen verschiedenen Städten zu finden. So auch in Umeå.

 

Der Hälsans Stig, der Gesundheitspfad Umeås, entstand als Gemeinschaftsprojekt der Kommune und der Vereinigung der Herz- und Lungenkranken (Hjärt- och Lungsjukas förening). Ziel ist es, Menschen zu mehr Bewegung an der frischen Luft und zum Training ihrer Ausdauer zu animieren.

 

Der Weg führt 10 Kilometer durch die Stadt, immer am Fluss antlang. Und jeder Kilometer ist mit einem kleinen Schild markiert. Sehr motivierend :-)

Umeå erkunden auf dem Hälsans Stig

Copyright @googlemaps
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Da es sich beim Hälsans Stig um eine Runde handelt, ist es ganz egal wo man startet.

 

Ich beginne meinen Weg nahe der Kolbäcksbron, der Kolbäcksbrücke. Von dieser ist die Aussicht auf den Fluss und die Stadtmitte Umeås besonders schön.

Blick auf Umeå von der Kolbäcksbrücke, Kolbäcksbron

Von der Brücke, die eigentlich weiter in Richtung Flughafen führt, gehts auf eine kleine Insel. Mitten in der Stadt, mitten im Fluss. Die Insel heißt Ön, was einfach nur "die Insel" bedeutet. Schön schlicht! 

 

Das gilt aber nur für den Namen. Denn Ön ist alles andere als schlicht. Sie ist ein Stadtteil Umeås, und ein schöner dazu. Wer das Glück hat, auf der kleinen Insel zu wohnen, der hat Dorfflair mitten in der Stadt und häufig seinen eigenen Boots- beziehungsweise Saunafloßanleger.

Saunafloß

Auf der Westseite der Insel geht es einen kleinen Pfad entlang. Im Winter sollte man aber die Straße nehmen, da sie geräumt wird!

 

Von Ön aus, geht es über die Brücke der Ögatan nach Teg und Söderslätt. Von hier kann man hervorragend auf Umeås "Water-Skyline" schauen (vor allem auf Höhe Varvsgatan).

 

Hier muss oder kann man sich nun entscheiden, wie lang die Route werden soll. Denn durch die Kyrkbron besteht die Möglichkeit, die Flussseite zu wechseln und dadurch die Kilometerlänge des Hälsans Stigs zu beeinflussen.

 

Wer weiter geht, kann auch auf der Tegsbron oder der Gamla bron die Seite wechseln. (Für die gesamte Runde, also die 10 Kilometer, nimmt man Gamla bron.)

Strandgatan Umeå

Alle drei Brücken führen in die City. Und auf die Strandpromenaden: Die Flaniermeile Umeås. Es ist grün und bunt bepflanzt, denn hier gibt es den Broparken, gefolgt vom Rådhusparken, Kyrkparken und schließlich Döbelns Park/Residensparken.

 

Direkt am Wasser stehen gemütliche Holzbänke zum herumlümmeln und Restaurantboote gewähleisten die Versorgung mit Essen und Trinken.

 

Außerdem wirds kunstvoll! Hier konzentriert sich Umeås Kunstszene:

Auf die Kunsthochschule folgen das Bildmuseet, die Design- und die Architekturhochschule.

 

Überall dazwischen: Skulpturen.


Und bunte, liebesbekundende Schlösser.

An Öst på stan und Sofiehem vorbei mache ich mich wieder auf den Weg in Richtung der Kolbäcksbron bei Carlshem. Ich komme dem Startpunkt meiner Runde immer näher. Die knapp 10 Kilometer sind schnell und ohne wirkliche Anstrengung vergangen.

 

Auf diesem Teil der Runde bin ich nicht allein. Viele joggen am Ufer entlang.

Andere gehen spazieren.

 

Wie ich, am Ufer der Ume.

 

Text und Fotos: Rike Jütte

Zum Weiterlesen:

Danke fürs Lesen!

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