Letzt gelesen (April 2017)

Blog: Letzt gelesen (April 2017) Lesetipps auf Schweden und so

Kooperation | Jetzt ist es schon eine ganze Weile her, dass ich Bücher vorgestellt habe. Eigentlich das ganze Jahr noch nicht. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gelesen hätte! Ich stell dir hier meine letztgelesenen Lieblinge vor: Den Roman Ein Mann namens Ove, das skandinavische Kochbuch So schmeckt Skandinavien und die neue Ausgabe des National Geographic Traveler,  Skandinavien: Wildnis, Hygge und ein Haus am Wasser.

National Geographic Traveler

Skandinavien: Wildnis, Hygge und ein Haus am Wasser

National Geographic Traveler: Skandinavien | Abbildung: Gruner + Jahr GmbH & Co KG
National Geographic Traveler: Skandinavien | Abbildung: Gruner + Jahr GmbH & Co KG

 

Die Reihe „National Geographic Traveler“ finde ich schon seit langem spannend. Es gibt sie zu Ländern, Regionen und Städten. Und die Ausgabe Nr. 1/2017 ist eine ganz besondere für mich. Es geht vor allem um Skandinavien. Der Untertitel lautet „Wildnis, Hygge und ein Haus am Wasser“. Für meinen Geschmack hätte Fika noch in den Titel gehört, aber es ist ja nicht jeder eine Schlemmerschnauze.
 
Jedenfalls kam vor kurzem diese Ausgabe in meinen heimischen Briefkasten geflattert und hat mir einen gemütlichen Nachmittag beschert. Auf knapp über 100 Seiten wird über heiße Quellen und schwarze Gletscher in Island berichtet. Ein historisches Schiff entführt nach Spitzbergen in eine Wildnis, die ich mir unbedingt auch einmal anschauen mag. Diverse Radwanderungsbeschreibungen machen Lust aufs Sommerradeln und außerdem weiß ich jetzt, wie ich mich mit Armbanduhr, großem Wagen und Polarstern orientieren kann - Zumindest in der Theorie.
 
Definitiv eine Leseempfehlung für reiselustige (Skandinavien-)Urlauber auf der Suche nach Inspirationen für den nächsten Trip!
 

So schmeckt Skandinavien

So schmeckt Skandinavien | Abbildung: Dorling Kindersley
So schmeckt Skandinavien | Abbildung: Dorling Kindersley

Von Hausmannskost zu Feingebäck. Im Kochbuch der Dänin Brontë Aurell gibt´s allgemeine Informationen zur skandinavischen Küche und viele, viele vor allem sehr typische Rezepte für Waffeln, Porridge, Knäcke, Zimtschnecken, Kuchen und Kekse und natürlich jede Menge Fisch- und Fleischspeisen. Der Aufbau folgt dem Tagesablauf, von Frühstück bis Abendessen, und wird abgerundet mit den Kapiteln zu Süßspeisen, die man ja bekanntlich zu jeder Tageszeit isst ;-).

 

Unerwartet ausführlich kommt die Sektion "Belegte Brote" daher und schön sind die kleinen Specials zu Themen wie Weihnachten, Mittsommer, Krebsfest und Fika. Die 75 Rezepte sind für ein Buch dieses Umfangs genau die richtige Menge und mit tollen Fotos garniert.

 

So schmeckt Skandinavien* ist ein schönes skandinavisches Kochbuch. Vor allem für die sehr typischen Gerichte, aber hier und da auch mal ganz ausgefallen. Ich werde mich demnächst mal an fiskgratäng versuchen!

Ein Mann namens Ove

Ein Mann namens Ove | Abbildung : fischerverlage
Ein Mann namens Ove | Abbildung : Fischerverlage

 

Fredrik Backmann, Autor von "Ein Mann namens Ove" hat nicht nur als Journalist, sondern auch mal als Gabelstaplerfahrer gearbeitet. Dass so einer gute Bücher schreibt sollte eigentlich jedem klar sein. Is´ auch so! Also mit Ove hat er wirklich den Vogel abgeschossen. Ich habe während der Lektüre nicht nur laut gelacht, sondern auch laut geweint (und manchmal auch laut Kommentare abgegeben, ich geb´s zu!). 
 
Ove ist aber auch ein ganz spezieller Bursche.
 

Er ist eingefleischter Saabfahrer und zeigt gern mit dem Finger auf Menschen. Und auf Dinge und Situationen die ihm nicht passen. Davon gibt es viele. Ist auch kein Wunder, in einer Gesellschaft, in der "keiner mehr vernünftig mit der Hand schreiben oder Kaffee kochen kann", und einer "durch und durch unfähigen Umwelt".

 

Eigentlich haben sowieso alle außer Ove Kaugummi im Hirn.

 

Der Leser ist geneigt, Ove als Unsympath und Spießer abzustempeln. Der Mann notiert akribisch die Nummernschildern von Falschparkern, weiß nicht was Narnia ist und dreht fast durch beim Kauf eines Eipääds. Was soll das bitte für Einer sein?

Aber man lernt ihn dann irgendwie doch lieben und schätzt sogar irgendwann einige seiner Eigenheiten (seine Kontrollrunden, in denen Dinge mit einem Tritt auf ihre Tauglichkeit getestet werden gehörten bei mir nicht dazu...).

 

Wer hat denn schließlich keinen kleinen Spießer im Freundeskreis und seinen privaten Kontrollfreak in der Familie?! Eben!

 

Und "Ove macht die Dinge so, wie man die Dinge machen muss." Er kann noch mit Werkzeugen umgehen und ist ein Machertyp. Und das ist ja nun eh immer von Vorteil. Trotzdem gelingt ihm nicht immer alles. Und dann ziehen noch nervige, laute Nachbarn ein. Das geht schon mal gar nicht!

 

Wie Ove mit der Situation umgeht, musst du selbst nachlesen. Oder aber schauen, denn Ein Mann namens Ove* gibt´s auch auf DVD und BluRay! Ich empfehle ausdrücklich beides! Der Film ist toll, aber der Sprachwitz des Buches kommt eben doch nur beim Lesen richtig durch!


Vielen Dank an Gruner + Jahr GmbH & Co KG für die Ausgabe des "National Geographic Traveler", an den DK Verlag für das Skandinavien Kochbuch, an voll:kontakt UG & Co. KG für Ove. Die Bücher und Zeitschriften wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.


Text: Rike Jütte

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Danke fürs Lesen!

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