Survival Suit up - Wir testen Überlebensanzüge!

Survival Suit up! Wir testen Überlebensanzüge.

Überlebensanzug? Survivalsuit? What?

Warum wir uns Überlebensanzüge gekauft haben, und wie sich diese anfühlen? Ich verrats euch. Außerdem dürft ihr meinen Eierlauf im Sams-Outfit auf Video anschauen und euch darüber lustig machen! Gern geschehen.

 

Diesen Post habe ich vor allem für meine Mama und meine beste Freundin geschrieben. Sie wissen warum.

 

Just a usual sunday: Two people talking in their survival suits...
Just a usual sunday: Two people talking in their survival suits...

Es geht los!

Ich stehe auf einem Steg am Hafen und entledige mich meiner Klamotten. Denn heute ist es Zeit, zum ersten Mal in diesem Jahr in die Ostsee zu springen. Oder zu waten. Es sind 12°C Luft- und 7°C Wassertemperatur. Aber mir ist nicht kalt. Ich bin ein wenig aufgeregt. Denn ich werde im Wasser weder einen Bikini, noch einen Badeanzug anhaben. Natürlich nehme ich auch an keiner Challenge teil, bei der es darum geht, nackt ins kalte Wasser zu springen. Nein. Heute gehe ich in etwas völlig anderem ins Meer: In meinem neuen Überlebensanzug.

 

Mein neues Outfit!
Mein neues Outfit!

Warnrot ist das neue... Hm. Ich gebe zu, dass ich keine Ahnung habe, welche Farbe gerade im Trend liegt. Ist eigentlich auch egal. Denn für unsere Zwecke ist das Aussehen des neuen Outfits nicht wirklich relevant. Gut sichtbar muss es sein und Auftrieb haben. Und dafür sorgen, dass die Körpertemperatur nicht zu stark absinkt. Denn im Fall der Fälle muss der Anzug Leben retten.

Das Sams, Darth Vader und die eingeschränkte Feinmotorik

Ich öffne den Reißverschluss des Anzugs und steige mit den Füßen hinein. Drücke die Luft heraus und ziehe die Beingurte fest. Der Anzug ist zu groß, aber in einem Notfall hätte ich noch einiges an Klamotten an, die mit hinein passen müssen. Ich wurschtele weiter und sortiere meine Finger in die dafür vorgesehenen Handschuhe. Daumen und Zeigefinger haben jeweils ein eigenes Fach, während die restlichen drei sich ein weiteres teilen. Der Körperbereich bietet besonders viel Platz und ich glaube, meine Silhouette ähnelt der vom Sams. Es folgt die erste Herausforderung: Das Hochziehen des Zippers und das Schließen des Karabiners. Die Feinmotorik ist doch etwas eingeschränkt. Kapuze auf und Klettverschluss vors Kinn. Geschafft. Ich höre meinen eigenen Atem und meine Stimme klingt wie die von Darth Vader.


Posing im Survivalsuit
Posing im Survivalsuit

Erste Schritte

Nach einem Foto-Posing, in noch trockenen Anzügen, geht es los: Mit langsamen Schritten und wie auf rohen Eiern, wate ich ins Wasser. Der Druck sorgt dafür, dass sich das Material des Anzugs eng um meinen Körper schließt. Mit jedem Schritt schmiegt er sich mehr an.

Ein Temperaturunterschied ist spürbar, aber es wird nicht richtig kalt. Sobald der Großteil meines Körpers unterhalb der Wasseroberfläche ist, wird der Auftrieb deutlich. Es fühlt sich genau so an, wie das Baden im Toten Meer. Ich fühle mich sicher. Trotzdem gilt es noch einige Tests durchzuführen.

Ich seh´ aus wie das Sams!
Ich seh´ aus wie das Sams!

Tests und Spielereien

Ein großer Teil des Auftriebs des Überlebensanzugs wird durch das im Nacken befestigte Kissen gewährleistet. Dieses sorgt außerdem dafür, dass der Kopf im Falle einer Ohnmacht über Wasser gehalten wird. Solange ich mich in Rückenlage befinde, ist es relativ bequem und durch Rückenschwimmen komme ich auch gut voran.

 

Auftrieb des Überlebensanzugs: Fühlt sich an wie Baden im Toten Meer...
Auftrieb des Überlebensanzugs: Fühlt sich an wie Baden im Toten Meer...

 

Wie sieht das aber in Bauchlage aus? Drückt das Kissen den Kopf unter Wasser? Ist genügend Auftrieb vorhanden? Kann man sich zurück auf den Rücken drehen?

 

Nein. Ja, und ja.

 

Das Kissen drückt nicht unter Wasser, es gibt genug Auftrieb und es ist nicht schwer sich zu drehen.

 

In der Bauchlage ist es aber schwieriger, das Wasser aus der Öffnung fürs Gesicht fern zu halten.

 

Drehübungen im Überlebensanzug
Drehübungen im Überlebensanzug

Warum das Ganze?

Weil wir Segeln gehen. Und der Trip wahrscheinlich nicht unter die Schönwetter-Easy-Peazy-Kategorie fällt. Wir gehen in Norwegens Vardø an Bord der kleinen Yacht Pouncer. Von dort machen wir unseren Weg in Richtung Solovetski Inseln. Diese liegen im Weißen Meer. Um dorthin zu gelangen, wird die russische Kola Halbinsel umsegelt. Diese liegt in der Barentssee, einem Randmeer des Arktischen Ozeans. Für den diesjährigen Sommerurlaub, packe ich also fast ausnahmslos Winter- und Wasserklamotten.

 

Wir werden circa eine Woche "auf hoher See" verbringen, ohne zwischendurch anzulegen. Und wir können nicht absehen, wie das Wetter wird. Sollten wir, aus welchem Grund auch immer, in eine brenzlige Situation geraten, wollen wir vorbereitet sein. Deshalb kommen die hübschen, roten Einteiler ins Gepäck. Sie gewährleisten das Überleben für mindestens 6 Stunden im kalten Wasser. Sollte man über Bord gehen. Natürlich gehen wir davon aus, die Suits nicht zu brauchen. Aber es gibt doch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass sie mit dabei sind!

 

And off we go...
And off we go...

Wir haben uns beim ins Wasser gehen filmen lassen. Es passiert nicht viel und die Qualität ist nicht überragend. Trotzdem gibt es einen Einblick ;-)

 


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Brauchst du auch einen?

 

Wir haben unsere bei Amazon gekauft. Hier entlang*.



Vielen Dank an Renée, die das Wochenende bei uns verbracht hat und so lieb war, die Kamera zu übernehmen!

Text: Rike Jütte

Danke fürs Lesen!

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