Warum ich keinen Plan haben will

Warum ich keinen Plan haben will.

Ich bin vor einigen Wochen nach Schweden gezogen. Auf unbestimmte Zeit. Ohne Job, ohne viel Geld und ohne viel Plan. Der Lösung des Was-will-ich, Was-mach-ich, Wie-komme-ich-zu-Geld Problems, wollte ich meine Anfangszeit hier widmen. Was ich stattdessen getan habe?


Ich habe meine neue Homebase zu Fuß und mit dem Auto erkundet (die Secondhandläden kenne ich inzwischen auswendig!).

 

Ich habe Brot gebacken, selbstgemachten Wein getrunken und unzählige leckere Gerichte gekocht. Habe Teppiche und Mützen gehäkelt und "auf´m Bau" geholfen.

 

Ich bin das erste Mal seit meiner Schulzeit Ski und Schlittschuh gefahren. Ich bin über das gefrorene Meer zu einer kleinen Insel spaziert und habe Nordlichter gesehen.

 

Ich habe neue Menschen kennengelernt, witzige und ernste Gespräche geführt, viele Fotos geschossen und viel gelacht.

Und aus schlechtem Gewissen heraus, habe ich auch einige Texte geschrieben und verkauft. Und diese Seite entworfen. Welches Ziel ich hiermit verfolge, weiss ich noch nicht. Wie ich auch alles andere noch nicht weiß.

Klar, ist es Zeit mir einen Plan zurechtzulegen. Luft und Liebe können mich nicht ewig ernähren. Aber die Luft ist hier so wunderbar kühl und klar. Und die Liebe macht so viel Spaß. Und wenn ich ehrlich bin, dann ist die Ist-Situation so viel schöner, als die Vielleicht-demnächst-Situation sein kann.

Ich habe mich entschlossen, noch eine Weile so weiter zu machen. Mich ohne Plan treiben zu lassen und einfach zu schauen, was als nächstes kommt.

 

Sorgen machen kann ich mir später ja auch noch. Die Sonne scheint, ich muss jetzt spazieren gehen.

Test und Fotos: Rike Jütte

Danke fürs Lesen!

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