Adidas, die Verschmutzung der Meere und ein Recyclingschuh

Adidas und die Verschmutzung des Meeres

Die Verschmutzung der Meere mit Abfall ist ein immer größer werdendes Problem. Der sichtbare Anteil wird an Stränden angespült. Der eher unsichtbare, aber weitaus größere Anteil, schwimmt weiter irgendwo in den Ozeanen herum, oder liegt auf dessen Grund.

Es gibt tolle Organisationen, die sich für Aufklärung und Bereinigung einsetzen. Und einige die sich Gedanken darum machen, was mit dem vorhandenen Müll passieren soll. Zum Beispiel Adidas.

Und sie haben etwas vorzuweisen:

Sie führen Recycling Sneaker ein, die aus Ozean-Abfall gefertigt sind.

Der 3D-gedruckte Ozean Plastik Schuh

Adidas & Parley conceptshoe. Bild: Adidas
Adidas & Parley conceptshoe. Bild: Adidas

 

Im Juni stellte Adidas  erstmals einen Konzeptschuh aus wiederverwendeten Materialien vor, mit dem sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Problematik der Meerverschmutzung lenken wollten.


Seitdem wurde weitergearbeitet, gefeilt und experimentiert. Denn zur Herstellung werden neue Technologien eingesetzt: 3D-Printer.

 

Auf der COP21 (Paris climate change summit) stellten sie im Dezember 2015 das neue Modell vor.


Die Oberflächenstruktur der neuen Sneaker besteht aus Plastik und wirkt strickähnlich. Die Midsole wurde aus alten Netzen, die aus illegaler Tiefseefischerei stammen, und weiterem Polyester hergestellt. Das benutzte Material wurde angespült.

 

Als Termin für den offiziellen Verkaufsstart des 3D-printed Ocean Plastic shoe midsole ist April 2016 genannt.

Adidas und Parley for the Oceans

Der Großkonzern Adidas kooperiert mit der Organisation Parley for the Oceans, welche wiederum mit den Sea Shepherd´s zusammenarbeitet. Adidas schickte im November einige seiner Mitarbeiter in die Parley Ocean School, einem Programm, dass sich, unter anderem mit maritimen Aktionen, gegen die Umweltverschmutzung der Ozeane einsetzt. Die Adidasmitarbeiter beteiligten sich an Strandsäuberungen und Schulungen.

Nebenbei benutzt Adidas schon jetzt keine Plastikflaschen mehr während ihren Headquarter Meetings und wird in 2016 den Einsatz von Plastiktüten in ihren Geschäften stoppen. Das nimmt 28 Millionen Plastiktüten vom Weltmarkt! 28 Millionen!

 

Zum Thema #Plastiktüten: In Montréal sollen Einwegtüten ab 2018 verboten sein! Lies mal hier!

Clip: Adidas und Parley, COP21 2015, Paris

Einsatz anderer Marken

Aber auch andere, kleine und große, Marken setzen sich für den Umweltschutz der Meere ein. Die niederländische Modemarke G-Star hat ebenfalls mit Parley zusammengearbeitet. Promoted durch Pharell Williams, brachten sie eine Kollektion heraus, die komplett aus recycleten Materialen aus dem Meer gefertigt wurde.

Fazit

Große Unternehmen haben eine große Reichweite. Ich finde es richtig, dass sie diese einsetzen, um die Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam zu machen.

Ebenso wichtig finde ich, dass sie sich an Lösungen beteiligen. Am Beispiel der Plastiktüten zeigt sich sehr deutlich, dass sie eben auf der Seite der Problemverursachung stehen. Dann ist es nur fair, sich auch der Seite der Problemlösung zuzuwenden.


Adidas geht da in die richtige Richtung.

 

Aber das Problem von ca. 3 Mio Tonnen Kunststoff im Pazifik ist damit noch lange nicht gelöst...

 

Was sagst du zur Aktion? Und würdest du Recycling Schuhe tragen? Ich bin an deiner Meinung interessiert und freue mich auf Kommentare!

Text: Rike Jütte

Fotos: Arne Gerken und Rike Jütte

Danke fürs Lesen!

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